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Thema

Plattformökonomie

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  • Kreativität, gefangen in der Digitalisierung?

    Tldr: : Kreativität und digitale Transformation. In den letzten Jahren der digitalen Transformation hat sich das Verständnis von Kreativität signifikant verändert. Leider nicht zum Guten. Kreativität ist die Entfaltung einer Idee, frei von Grenzen jeglicher Art. Die Entwicklung einer Idee, z. B. einer Business-Idee oder einer Kampagne, ist zunächst frei von konkreter Umsetzung, von Denken in Kanälen und frei von technischen Restriktionen. Heute steckt Kreativität in der Digitalisierungsfalle. Unternehmen und Agenturen glauben, sie sind kreativ, wenn sie in Kampagnen-Mechaniken und technischer Umsetzung denken. Das vorgelagerte Denken in sinnstiftender und differenzierender Idee bleibt leider häufig aus. Die Marketingwelt ist kopflos und nachlässig schnell geworden. Umsetzung auf dem digitalen Spielfeld ist zum Teil aufwendige technische Entwicklungs- und Planungsarbeit. Daher wird häufig ausschließlich Fokus auf die Operative gelegt. Die vorgelagerte Strategiearbeit viel zu oft vernachlässigt. Die Marketingabteilung vertraut auf A/B-Tests. Das geht ja auch schnell und bringt valide Ergebnisse. Es wird aber verkannt, dass aus einem kreativen Leitgedanken ein geniales C entstehen kann, welches definitiv besser ist als das schnelle A und B. Gerade das digitale Spielfeld öffnet den Raum für die Anwendung von kreativen Ideen. Weil die Möglichkeiten der Umsetzung einer Idee immer vielfältiger und beeindruckender werden. Und weil Konsumenten durch Interaktion und Mitmach-Mechaniken über digitale Maßnahmen sehr gut eingebunden werden können.

    Strategie / VisionKai Bösterling12 Minuten

  • Die Demokratische Marke - Kunden als Teilhaber von Marken

    Tldr: Marken als Mitmachplattformen. Wenn Marken eine Mitgestaltung durch ihre Konsumenten ermöglichen, dann findet bei eben diesen etwas Großes statt: eine enge gefühlsmäßige Verbindung mit dem Produkt und dem Unternehmen sowie tiefe Loyalität für ein personalisiertes Erlebnis. Kennst Du das besondere Ikea Gefühl? Das Gefühl von Blut, Schweiß und dann doch einem zufriedenen, wohligen “Das habe ICH gemacht!”-Gefühl. Den Inbus-Schlüssel in der Hand machst Du Dich zum Erfüllungsgehilfen des Unternehmens Ikea. Aber durch den Effekt des persönlichen Beitrags an der Zusammenstellung und am Aufbau des Billy Regals bist Du irgendwie ganz nah am Produkt und der Marke Ikea. Ja, durch Mitmachen wirst Du zum Teilhaber der Markenvision. Du bist Mit-Gestalter einer gemeinsamen Idee. Mitgestaltung an Marken heißt vor allem: - Customization und Personalisierung von Produkten (z. B. M&M’s, Nike By You, mymüsli) - Testen und Verbessern von Produkten durch Konsumenten (Co-Creation) - Hilfestellung für andere Konsumenten geben in Marken-Communities (z. B. Telekom hilft) - Social Sharing und Shared/Community Consumption (z. B. Ride Sharing wie Moia, Car Sharing wie ShareNow, Community Sharing wie SnappCar) - Marken-Plattformen nutzen für das eigene Business (z. B. Etsy, Airbnb, Ebay) Ein Mitmach-Service-Design schafft eine Erlebnis-Infrastruktur rund um die Marke, die alle Interaktionen mit dem Kunden immerwährend verbindet. Beziehung ist das Produkt. Mitmachen führt zur Identifikation der Konsumenten mit Marken. Mitmachen verhilft den Unternehmen zu kontinuierlichen Verbesserungsprozessen durch Lernen vom Konsumenten. Und dieser Beziehungspflege und Beteiligung von Konsumenten an der Marke liegt vor allem eine digitale Haltung zugrunde. Digitale Transformation ermöglicht sehr genaue, kollaborative Allokation von Konsumentenbedürfnissen und Markenversprechen. Marken werden demokratisch. Dieser Artikel fordert jede Marke dazu auf, digitale Transformation als Haltung zu sehen, um DIY-Erlebnisse für Konsumenten zu kreieren. So werden Marken zu demokratischen Mitmach-Plattformen. So werden Menschen zu loyalen Teilhabern von Marken. So werden Waren zu emotionalen Lieblingsprodukten.

    Strategie / VisionKai Bösterling13 Minuten

  • Das Multitalent Chatbot: Zufriedene Kunden und steigende Verkaufszahlen

    Eine Studie der ZHAW School of Management and Law und der PIDAS zeigt: In der Schweiz ist die Akzeptanz von Chatbots gestiegen. Dies lässt sich grundsätzlich durch drei übergreifende Trends erklären. Einerseits steigt die Beliebtheit von Messenger-Apps immer mehr. Über 4 Milliarden User nutzen die Kanäle Whatsapp, Facebook Messenger, WeChat und Viber aktiv. Andererseits kommt hinzu, dass künstliche Intelligenz in unserer Gesellschaft immer präsenter und von immer mehr Unternehmen genutzt wird - unter anderem auch für Chatbots. Des Weiteren hegen heutzutage die meisten Leute den Anspruch auf unmittelbaren und personalisierten Support. Chatbots können hier Abhilfe schaffen und Kundenservice und Vertrieb verbinden sowie potenzielle Kunden und Verkaufsmitarbeiter zusammenbringen.

    Bots und AssistenzsystemeBlaise Roulet4 Minuten