COVID-19 führte zu einem so genannten Pandemieschock. Dies wird mehrere gesellschaftliche, vor allem aber auch wirtschaftliche Auswirkungen haben - beste Zeiten für das Wachstum großer Unternehmen?
Die Schaffung einer Zukunft für unsere Wirtschaft, unseren Planeten und unsere Gesellschaft mag als eine große Sache erscheinen, aber am Ende geht es um Engagement und den Einsatz von Technologie und unserem Wissen für das Gute.
Was wir in den frühen Phasen der COVID-19-Krise beobachtet haben, liefert uns einige nützliche Erkenntnisse für die längerfristigen Herausforderungen, die die digitale Transformation mit sich bringen wird, und einige der Fallstricke und Schwächen, die wir kennen müssen.
Komplexe (soziale) Probleme zu verändern ist nicht einfach. Doch zunächst müssen wir mit den Grundlagen beginnen und die 3 wichtigsten Schritte verstehen, wenn wir diese Veränderungsinitiativen auf Systemebene in Angriff nehmen.
Technologie zuerst? Menschen zuerst? Bei der digitalen Transformation geht es darum, das Unternehmen, die Kultur und schließlich auch die Menschen zu verändern. Die Technologie ist ein kleiner Teil der digitalen Transformation, aber nicht die Lösung selbst.
Um den Erfolg von Smart Manufacturing sicherzustellen, sollten Unternehmen der Fertigungsindustrie ihr Hauptaugenmerk auf fünf Schlüsselbereiche legen.
Wie muss man die digitale Transformation angehen? Wir zeigen welche Fokussierung nötig ist und wie man dir richtigen Denkanstösse bekommt, um seinen persönlichen Fokus zu setzen.
Zukunftsforschung ist Wissenschaft, Trendforschung die Auslegung und Extrapolation bereits vorhandener Trends. Was es genau ist und wie ihr von beiden Disziplinen als Unternehmer profitiert, lest ihr hier.
Lebenslanges Lernen wird zur Regel. Menschen und Organisationen müssen auch «Lernen» neu erlernen. Echtzeitlernen hebt die Trennung von Arbeit und Lernen auf. Das neue Lernen ist digital, selbstgesteuert, individuell angepasst, stets zugänglich und geprägt von einem voneinander und miteinander Lernen. Das ermöglicht, Verhalten zu reflektieren und komplexe Zusammenhänge zu verstehen, um damit dann auch Veränderungen angstfrei zu begegnen.
Tldr: : Kreativität und digitale Transformation.
In den letzten Jahren der digitalen Transformation hat sich das Verständnis von Kreativität signifikant verändert. Leider nicht zum Guten. Kreativität ist die Entfaltung einer Idee, frei von Grenzen jeglicher Art. Die Entwicklung einer Idee, z. B. einer Business-Idee oder einer Kampagne, ist zunächst frei von konkreter Umsetzung, von Denken in Kanälen und frei von technischen Restriktionen.
Heute steckt Kreativität in der Digitalisierungsfalle. Unternehmen und Agenturen glauben, sie sind kreativ, wenn sie in Kampagnen-Mechaniken und technischer Umsetzung denken. Das vorgelagerte Denken in sinnstiftender und differenzierender Idee bleibt leider häufig aus.
Die Marketingwelt ist kopflos und nachlässig schnell geworden. Umsetzung auf dem digitalen Spielfeld ist zum Teil aufwendige technische Entwicklungs- und Planungsarbeit. Daher wird häufig ausschließlich Fokus auf die Operative gelegt. Die vorgelagerte Strategiearbeit viel zu oft vernachlässigt. Die Marketingabteilung vertraut auf A/B-Tests. Das geht ja auch schnell und bringt valide Ergebnisse. Es wird aber verkannt, dass aus einem kreativen Leitgedanken ein geniales C entstehen kann, welches definitiv besser ist als das schnelle A und B.
Gerade das digitale Spielfeld öffnet den Raum für die Anwendung von kreativen Ideen. Weil die Möglichkeiten der Umsetzung einer Idee immer vielfältiger und beeindruckender werden. Und weil Konsumenten durch Interaktion und Mitmach-Mechaniken über digitale Maßnahmen sehr gut eingebunden werden können.
In den letzten 20 Jahren haben wir gesehen, wie einige Industriegiganten auf tragische Weise stürzten und scheiterten, alle mit bemerkenswert ähnlichen Symptomen. Die gleiche Art von Management- und Führungspathologie hat Kodak, Nokia und Blackberry zerstört, um nur einige zu nennen. Mit der "Weisheit der Vielen", kombiniert mit zeitgemäßer Strategieentwicklung und mutiger, sich selbst bewusster Führung zur Umsetzung ließe sich das verhindern.
Tldr: Marken als Mitmachplattformen.
Wenn Marken eine Mitgestaltung durch ihre Konsumenten ermöglichen, dann findet bei eben diesen etwas Großes statt: eine enge gefühlsmäßige Verbindung mit dem Produkt und dem Unternehmen sowie tiefe Loyalität für ein personalisiertes Erlebnis.
Kennst Du das besondere Ikea Gefühl? Das Gefühl von Blut, Schweiß und dann doch einem zufriedenen, wohligen “Das habe ICH gemacht!”-Gefühl. Den Inbus-Schlüssel in der Hand machst Du Dich zum Erfüllungsgehilfen des Unternehmens Ikea. Aber durch den Effekt des persönlichen Beitrags an der Zusammenstellung und am Aufbau des Billy Regals bist Du irgendwie ganz nah am Produkt und der Marke Ikea.
Ja, durch Mitmachen wirst Du zum Teilhaber der Markenvision. Du bist Mit-Gestalter einer gemeinsamen Idee.
Mitgestaltung an Marken heißt vor allem:
- Customization und Personalisierung von Produkten (z. B. M&M’s, Nike By You, mymüsli)
- Testen und Verbessern von Produkten durch Konsumenten (Co-Creation)
- Hilfestellung für andere Konsumenten geben in Marken-Communities (z. B. Telekom hilft)
- Social Sharing und Shared/Community Consumption (z. B. Ride Sharing wie Moia, Car Sharing wie ShareNow, Community Sharing wie SnappCar)
- Marken-Plattformen nutzen für das eigene Business (z. B. Etsy, Airbnb, Ebay)
Ein Mitmach-Service-Design schafft eine Erlebnis-Infrastruktur rund um die Marke, die alle Interaktionen mit dem Kunden immerwährend verbindet. Beziehung ist das Produkt.
Mitmachen führt zur Identifikation der Konsumenten mit Marken. Mitmachen verhilft den Unternehmen zu kontinuierlichen Verbesserungsprozessen durch Lernen vom Konsumenten.
Und dieser Beziehungspflege und Beteiligung von Konsumenten an der Marke liegt vor allem eine digitale Haltung zugrunde. Digitale Transformation ermöglicht sehr genaue, kollaborative Allokation von Konsumentenbedürfnissen und Markenversprechen. Marken werden demokratisch.
Dieser Artikel fordert jede Marke dazu auf, digitale Transformation als Haltung zu sehen, um DIY-Erlebnisse für Konsumenten zu kreieren. So werden Marken zu demokratischen Mitmach-Plattformen. So werden Menschen zu loyalen Teilhabern von Marken. So werden Waren zu emotionalen Lieblingsprodukten.