Der Artikel beschreibt die Herausforderungen des Marketings der 2020er Jahre und leitet daraus die aktuellen Problemfelder und Erfolgsfaktoren zukünftiger Geschäftsmodelle der Agenturen ab.
Tldr: Marken verbessern heißt Service-System verbessern.
Produkte werden immer ähnlicher. Die Konkurrenz wird immer größer. Die Nachfrage ist endlich. Die meisten Märkte sind heute Verdrängungsmärkte. Selbst in neuen Märkten findet ziemlich schnell Konsolidierung durch Verdrängung statt, wie aktuell z. B. der harte Konkurrenzkampf im E-Scooter-Segment zeigt.
Service ist der wirkliche Differenzierungsfaktor, weswegen wir uns für Produkte und für Wiederkäufe entscheiden. Service zeigt die Haltung des Unternehmens, wie es den Kundenbedürfnissen wirklich ein Leistungsversprechen gegenüber stellt.
Wir sollten Marketing bei jedem Kundenkontakt als Moment der Wahrheit begreifen, als Haltung, dass die Marke das Fühlen, Denken und Handeln unserer Kunden, Nutzer, Empfehler, Fans und Verbraucher entscheidend bestimmt.
Ein Produkt ohne Service-Design ist kein Produkt. Service macht ein Produkt erst lebendig. Service macht die Haltung in einem Produkt plastisch erlebbar. Service macht eine Marke erfolgreich.
Tldr: : Kreativität und digitale Transformation.
In den letzten Jahren der digitalen Transformation hat sich das Verständnis von Kreativität signifikant verändert. Leider nicht zum Guten. Kreativität ist die Entfaltung einer Idee, frei von Grenzen jeglicher Art. Die Entwicklung einer Idee, z. B. einer Business-Idee oder einer Kampagne, ist zunächst frei von konkreter Umsetzung, von Denken in Kanälen und frei von technischen Restriktionen.
Heute steckt Kreativität in der Digitalisierungsfalle. Unternehmen und Agenturen glauben, sie sind kreativ, wenn sie in Kampagnen-Mechaniken und technischer Umsetzung denken. Das vorgelagerte Denken in sinnstiftender und differenzierender Idee bleibt leider häufig aus.
Die Marketingwelt ist kopflos und nachlässig schnell geworden. Umsetzung auf dem digitalen Spielfeld ist zum Teil aufwendige technische Entwicklungs- und Planungsarbeit. Daher wird häufig ausschließlich Fokus auf die Operative gelegt. Die vorgelagerte Strategiearbeit viel zu oft vernachlässigt. Die Marketingabteilung vertraut auf A/B-Tests. Das geht ja auch schnell und bringt valide Ergebnisse. Es wird aber verkannt, dass aus einem kreativen Leitgedanken ein geniales C entstehen kann, welches definitiv besser ist als das schnelle A und B.
Gerade das digitale Spielfeld öffnet den Raum für die Anwendung von kreativen Ideen. Weil die Möglichkeiten der Umsetzung einer Idee immer vielfältiger und beeindruckender werden. Und weil Konsumenten durch Interaktion und Mitmach-Mechaniken über digitale Maßnahmen sehr gut eingebunden werden können.
Tldr: Marken als Mitmachplattformen.
Wenn Marken eine Mitgestaltung durch ihre Konsumenten ermöglichen, dann findet bei eben diesen etwas Großes statt: eine enge gefühlsmäßige Verbindung mit dem Produkt und dem Unternehmen sowie tiefe Loyalität für ein personalisiertes Erlebnis.
Kennst Du das besondere Ikea Gefühl? Das Gefühl von Blut, Schweiß und dann doch einem zufriedenen, wohligen “Das habe ICH gemacht!”-Gefühl. Den Inbus-Schlüssel in der Hand machst Du Dich zum Erfüllungsgehilfen des Unternehmens Ikea. Aber durch den Effekt des persönlichen Beitrags an der Zusammenstellung und am Aufbau des Billy Regals bist Du irgendwie ganz nah am Produkt und der Marke Ikea.
Ja, durch Mitmachen wirst Du zum Teilhaber der Markenvision. Du bist Mit-Gestalter einer gemeinsamen Idee.
Mitgestaltung an Marken heißt vor allem:
- Customization und Personalisierung von Produkten (z. B. M&M’s, Nike By You, mymüsli)
- Testen und Verbessern von Produkten durch Konsumenten (Co-Creation)
- Hilfestellung für andere Konsumenten geben in Marken-Communities (z. B. Telekom hilft)
- Social Sharing und Shared/Community Consumption (z. B. Ride Sharing wie Moia, Car Sharing wie ShareNow, Community Sharing wie SnappCar)
- Marken-Plattformen nutzen für das eigene Business (z. B. Etsy, Airbnb, Ebay)
Ein Mitmach-Service-Design schafft eine Erlebnis-Infrastruktur rund um die Marke, die alle Interaktionen mit dem Kunden immerwährend verbindet. Beziehung ist das Produkt.
Mitmachen führt zur Identifikation der Konsumenten mit Marken. Mitmachen verhilft den Unternehmen zu kontinuierlichen Verbesserungsprozessen durch Lernen vom Konsumenten.
Und dieser Beziehungspflege und Beteiligung von Konsumenten an der Marke liegt vor allem eine digitale Haltung zugrunde. Digitale Transformation ermöglicht sehr genaue, kollaborative Allokation von Konsumentenbedürfnissen und Markenversprechen. Marken werden demokratisch.
Dieser Artikel fordert jede Marke dazu auf, digitale Transformation als Haltung zu sehen, um DIY-Erlebnisse für Konsumenten zu kreieren. So werden Marken zu demokratischen Mitmach-Plattformen. So werden Menschen zu loyalen Teilhabern von Marken. So werden Waren zu emotionalen Lieblingsprodukten.
Das Personal Branding stellt eines der wichtigsten Tools für die Selbstvermarktung und Pflege eines persönlichen Images im Netz dar. Social Media kommt in puncto digitaler Präsenz eine große Rolle zu. Worin liegen die Unterschiede zwischen der Generation X (im Alter von 36 bis 54), Generation Y (im Alter von 22 bis 35), die auch als Millennials bekannt ist, sowie Generation Z (im Alter von 16 bis 21)? Worauf achten sie besonders bei ihrer Webpräsenz und Aktivität in sozialen Medien? Wie gehen sie mit der Selbstdarstellung und einer digitalen Kommunikation um?
Wie gelingt es Unternehmen, (neue) Mitarbeiter/innen auf sich aufmerksam zu machen und an sich zu binden? Welche Rolle spielt Employer Branding? Wissenswertes in einer kurzen Zusammenfassung.
Banken tun sich (gefühlt) noch schwerer mit einer erfolgreichen digitalen Transformation, als Versicherungen. Aber ob nun Waldorf oder Statler, in puncto Kommunikation können sie alle eine ordentlich Schippe drauflegen. Claims und Ansprachen sind vielfach generisch, austauschbar und abgegriffen. Da geht wesentlich mehr!
Im digitalen Zeitalter bietet sich Unternehmen die Möglichkeit, sowohl Kompetenz als auch Leidenschaft frühzeitig den Kunden online zu vermitteln - genau wie ein Handschlag und ein persönliches Gespräch.
Personal Branding ist ein Tool, das immer beliebter wird. Über das Internet können wir Details über uns und unser Leben verbreiten, die jeder einsehen kann, um uns somit auch zu positionieren.
Sich selbst zur Marke machen - im Fachjargon "Personal Branding" genannt - ist ein mehr und mehr in den Fokus des Vertriebs und des Marketings rückendes Themas. Dabei ist Personal Branding keine Modeerscheinung des 21. Jahrhundert, ein gutes Personal Branding gab es bereits lange bevor sich das heutige Marketing überhaupt etablierte.
Die Suche nach gutem eigenen Content, verläuft in vielen Fällen wenig strategisch, bis absolut planlos. Das liegt daran, dass kaum jemand seine digitale Positionierung von Anfang an vernünftig aufsetzt. Tut man dies, ergibt sich sinnvoller Content im Umkehrschluss von ganz alleine. Deshalb sollte vor der Content-Strategie die Positionierung en detail geklärt werden.
Der Artikel dient als Einführung in das Thema Customer Success. Leser erfahren, was hinter dem “Buzzword” steckt und warum es sich lohnt, Customer Success als Strategie in die Unternehmensplanung einzuführen. Außerdem erhalten sie Tipps für Customer-Success-Maßnahmen in verschiedenen Phasen des Kundenkontakts.